Der Termin ist knapper als die Ware
Ein Kaminofen darf nicht einfach angeschlossen werden. Der bevollmächtigte Bezirksschornsteinfeger muss die Anlage abnehmen, und je nach Situation ist vorher eine Feuerstättenschau oder eine Berechnung des Schornsteinzugs nötig.
Diese Termine sind im Herbst knapp, weil alle gleichzeitig kommen. Im Sommer bekommt man sie in der Regel zügig. Wer im Oktober kauft, kann im Dezember noch warten.
Dasselbe gilt für Fachbetriebe, die den Ofen setzen und das Rohr anschließen. Ihre Auslastung folgt derselben Kurve wie die Nachfrage nach Geräten.
Welche Anforderungen gelten
Für Einzelraumfeuerstätten gelten Grenzwerte für Staub und Kohlenmonoxid nach der Ersten Bundes-Immissionsschutzverordnung. Neugeräte im Handel erfüllen sie, ältere Geräte im Bestand mussten nachgerüstet oder stillgelegt werden.
Die Nennwärmeleistung sollte zum Raum passen. Ein zu großer Ofen wird gedrosselt betrieben, und genau dabei entstehen die meisten Emissionen und der meiste Ruß. Größer ist hier nicht besser.
Ob eine externe Verbrennungsluftzufuhr nötig ist, hängt von der Dichtheit des Gebäudes ab. In gut gedämmten Häusern ist sie oft Voraussetzung für die Abnahme.
Was vor dem Kauf geklärt sein muss
| Schornstein vorhanden und geeignet | Schornsteinfeger fragen |
| Nennwärmeleistung zur Raumgröße | zu groß ist schlechter als zu klein |
| Externe Verbrennungsluft | bei dichten Gebäuden meist nötig |
| Abnahmetermin | im Sommer deutlich schneller |
Warum der Preis im Sommer nachgibt
Kaminöfen sind sperrig und teuer im Lager. Über den Sommer stehen sie, ohne Umsatz zu bringen. Das ist derselbe Mechanismus wie bei Gartenmöbeln im Herbst, nur um ein halbes Jahr versetzt.
Dazu kommt, dass Hersteller ihre neuen Modelle zur Heizsaison einführen. Was davor im Regal steht, gehört zum auslaufenden Jahrgang.
Für diesen Bereich haben wir noch kein Partnerprogramm und beobachten die Preise deshalb noch nicht. Sobald das steht, erscheint der Verlauf hier wie in den anderen Bereichen.