Warum es überhaupt ein Muster gibt
Eine Matratze verschleißt langsam und unspektakulär. Kaum jemand kauft sie spontan, die meisten Käufe folgen einem Anlass: Umzug, neues Bett, Rückenschmerzen. Das verteilt die Nachfrage gleichmäßig über das Jahr.
Der Handel setzt trotzdem Impulse, und zwar zu festen Terminen. Im Januar werden Bestände und auslaufende Modelljahrgänge abverkauft, im Spätsommer beginnt die Möbelsaison mit entsprechenden Aktionen.
Für den Kauf heißt das: Wer nicht dringend eine neue Matratze braucht, kann den Zeitpunkt wählen. Wer sie dringend braucht, sollte den Preis nicht zum Hauptkriterium machen.
Härtegrad ist keine Norm
Die Angaben H1 bis H5 sind nicht genormt. Was ein Hersteller als H3 verkauft, kann bei einem anderen H2 oder H4 entsprechen. Ein Vergleich über Marken hinweg ist darüber also nicht möglich.
Verlässlicher ist die Kombination aus Körpergewicht, Schlafposition und Aufbau der Matratze. Diese Angaben stehen in den Produktdatenblättern und sind Herstellerangaben, keine Messwerte von uns.
Praktisch relevanter als der Härtegrad ist meist die Rückgabefrist. Wie eine Matratze liegt, zeigt sich nach Wochen, nicht nach Minuten im Laden.
Was der Preis über die Qualität sagt
Wenig, jedenfalls nicht linear. Zwischen 200 und 600 Euro liegen für dieselbe Bauart oft Unterschiede in Materialstärke und Verarbeitung. Oberhalb davon steigt der Preis häufiger durch Ausstattung und Marke als durch Liegeeigenschaften.
Deshalb ist der Preisverlauf hier besonders nützlich: Er zeigt, ob ein bestimmtes Modell gerade günstig ist, ohne dass man Modelle miteinander vergleichen muss, deren Bezeichnungen ohnehin nicht vergleichbar sind.
Unsere Erhebung für diesen Bereich läuft seit dem 30. August 2026 und umfasst derzeit zehn Angebote.